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Private Krankenversicherung: Was wird im Alter?

 
 
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Alt 19.10.2008   #1

Softwarehopser

 
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Private Krankenversicherung: Was wird im Alter?

Hi Leute,

ich grübele gerade mal wieder über die Dinge, die da auf mich bzw. jeden neuen Freiberufler zukommen. Ich bin jetzt offiziell keine Studentin mehr und freiberuflich; folglich muss ich mich privat krankenversichern und habe jetzt auch schon einige Angebote mir angesehen bevor ich mich jetzt für eine entschieden habe. Auch das Thema KSK hab ich mir mal etwas angesehen, wobei ich im Moment da noch nicht reinfalle.

Ich habe in diesem Zusammenhang auch einen Bericht gelesen (gesetzlich vs privat) was ein privat versicherten ja im Alter mal erwartet. Nicht das ich jetzt Panik vor dem Alter hätte, aber da muss man ja auch mal drüber nachgedacht haben. Wie es mir scheint, ist eine PKV im Alter ja eher unvorteilhaft - ausser man ist reich geworden. Oder irre ich mich da? Aufgrund der zunehmenden Erkrankungen im Alter erhöht sich ja der Beitrag irgendwann auch trotz angeblicher Rückstellungen etc. Bin mir da eh nicht sicher, wie das mal irgendwann aussehen wird. Garantien gibs ja eh irgendwie nie
Genauso ist es auch teuer wenn man mal Kinder bekommt. Nicht das ich das jetzt heute und morgen einplane aber was wenn man mal welche hat, dann muss man die ja eigens versichern bei einer privaten Krankenkasse.

Vielleicht kommt meine Unsicherheit daher, dass ich nun am Anfang doch eher noch nicht die megagrossen Beträge verdiene, bzw. auch erstmal mein Konto von Studiengebühren ausgleichen muss.

Aber wie sind eure Erfahrungen da so? Wie sorgt man denn am besten vor und kann man sagen, dass man entweder in jungen Jahren noch versucht etwas aufzubauen, freiberuflich "Kohle zu scheffeln" um dann mal entweder seine eigene Firma zu haben oder am Ende doch eine gute feste Stelle zu besetzen?

Ich denke hier im Forum sind dann doch einige "Erfahrenere" von denen wir "Jungen" grade bei so einem Thema wichtiges lernen können

Bine
reh-kitz ist offline  
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Alt 19.10.2008   #2

Pixelschubser auf Eis

 
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AW: Freiberuflichkeit = privat krankenversichert - was wird im Alter?

Hi Bine
ich deinen Eintrag mal meiner Mum zugeschickt. Die is unabhängige Finanzberaterin und hat das Thema schon öfter bei ihren Kunden gehabt. Ich bin sicher die hat ein paar Tipps für dich, die stell ich dir dann rein.

Mel
Mercedes ist offline  
Alt 20.10.2008   #3

Softwarehopser

 
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AW: Freiberuflichkeit = privat krankenversichert - was wird im Alter?

@ Mel, das is ja super, ein riesen Dankeschön an dich
reh-kitz ist offline  
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Alt 20.10.2008   #4

35 Millipeter

 
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AW: Private Krankenversicherung: Was wird im Alter?

Es ist auf jeden Fall so, dass die Private Krankenversicherung am Anfang günstig ist und umso älter man wird, auch immer teuerer. Ich habe mich mit der Privaten nur bisher oberflächlich beschäftigt, meine aber gelesen zu haben, dass man bis man 55 ist, noch in die Gesetzliche wechseln kann. Wobei die Gesetzliche einen dann nicht unbedingt reinlassen muss, es sei denn, man wechselt in eine Festeinstellung und verdient unter einem gewissen Betrag (so etwa 3900 Euro pro Monat). Dann müssen sie Dich eigentlich wieder gesetzlich versichern.

Das blöde bei der Gesetzlichen ist, dass die Beiträge einkommenabhängig sind und sobald man gut verdient, es richtig teuer wird. Dafür kann man eben die Familie günstig mitversichern.

Die Private hat ja noch andere Vorteile. Zum Beispiel die bevorzugte Behandlung beim Arzt und der gleichen. Find ich zwar alles ziemlich pervers, aber leider ist es nunmal so.

Die Auswahl der für sich richtigen Privaten Krankenversicherung ist glaub ich schon wichtig und kostet entsprechend Zeit. Also vielleicht sich lieber erstmal gesetzlich versichern, dass man nicht ohne etwas dasteht und in Ruhe suchen.

Neben der Krankenversicherung sollte man die Altersvorsorge nicht vergessen. Und das ist mindestens nochmal ein genauso schwieriges Thema. Die Gesetzliche Rentenversicherung ist eigentlich auch hier wieder viel zu teuer und schüttet am Ende viel zu wenig aus. Nur muss man hier als Freiberufler aufpassen, manche sind rentenversicherungspflichtig. Stichwort: Scheinselbständigkeit und eben die Künstler, die eigentlich in die KSK müssen. Bestimmte Berufe, wie zum Beispiel freiberufliche Dozenten, sind ebenfalls verpflichtet in die Gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Komisches System.
Pittiplatsch ist offline  
- Heute schon gep*otosh**pe*? -
Alt 20.10.2008   #5

Pixelschubser auf Eis

 
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AW: Private Krankenversicherung: Was wird im Alter?

Hi Bine
Hab dir jetzt mal n E-Mail von meiner Mum weiter geleitet...

Mel
Mercedes ist offline  
Alt 21.10.2008   #6

Softwarehopser

 
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AW: Private Krankenversicherung: Was wird im Alter?

cool, Danke
reh-kitz ist offline  
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Alt 21.10.2008   #7
IMM

Junior

 
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AW: Private Krankenversicherung: Was wird im Alter?

"Es ist auf jeden Fall so, dass die Private Krankenversicherung am Anfang günstig ist und umso älter man wird, auch immer teuerer."

--> stimmt nicht unbedingt, man kann einen höheren Beitrag wählen, wenn man jung ist um altersrücklagen zu bilden ...

" Ich habe mich mit der Privaten nur bisher oberflächlich beschäftigt, meine aber gelesen zu haben, dass man bis man 55 ist, noch in die Gesetzliche wechseln kann. Wobei die Gesetzliche einen dann nicht unbedingt reinlassen muss, es sei denn, man wechselt in eine Festeinstellung und verdient unter einem gewissen Betrag (so etwa 3900 Euro pro Monat). Dann müssen sie Dich eigentlich wieder gesetzlich versichern."

--> es besteht eine Versicherungspflicht in Deutschland ab dem 01.04.07, d.h. Du mußt Dich versichern können --> wenn Du z.B. arbeitslos wirst oder die Beiträge für die Private nicht mehr aufbringen kannst muß Dich eine Kasse grundabsichern mit den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen, so weit ich weiss ist das immer die letzte Kasse bei der Du warst also auch die Private, bin mir aber nicht sicher --> Du kannst nicht nicht versichert sein, d.h. im Gegenzug leider auch, daß Du fehlende Monatsbeiträge nachzahlen mußt, bei der KK oder PKV bei der Du als letztes warst und dies ohne wenn und aber ... da kommen bei Unachtsamkeit schnell'n paar tausend Euro zusammen, die nicht gestundet werden, die können sogar Verzugszinsen verhängen ...


"Das blöde bei der Gesetzlichen ist, dass die Beiträge einkommenabhängig sind und sobald man gut verdient, es richtig teuer wird. Dafür kann man eben die Familie günstig mitversichern."

--> eben, und da liegt der Vorteil der GKV außerdem sind die Beitragssteigerungen, die erhoben werden können ab nächstem Jahr gesetzlich geregelt ...

"Die Private hat ja noch andere Vorteile. Zum Beispiel die bevorzugte Behandlung beim Arzt und der gleichen. Find ich zwar alles ziemlich pervers, aber leider ist es nunmal so."

--> ist absolut pervers und ungerecht, da die PKV nicht jedem zugänglich ist, Du hast aber auch das Risiko, daß die Beiträge sehr stark ansteigen können und das wird meiner Meinung nach ab nächstem Jahr der Fall sein, wenn der Gesundheitsfond kommt --> einer Sache kann man sich Sicher sein, private Anbieter wollen immer nur Dein bestes und zwar Dein Geld --> die Leistungen, die die jetzt anbieten werden teurer, da jede Kasse ob GKV oder PKV eine Grundversicherung anbieten muß, die die gesetzlichen Leistungen abdeckt und zusätzliche Leitungen werden sicherlich zusätzlich berechnet werden ...


"Die Auswahl der für sich richtigen Privaten Krankenversicherung ist glaub ich schon wichtig und kostet entsprechend Zeit. Also vielleicht sich lieber erstmal gesetzlich versichern, dass man nicht ohne etwas dasteht und in Ruhe suchen."

--> Du mußt Dich auf jeden Fall versichern, da geht kein Weg drum herum ansonsten mußt Du nachzahlen auch wenn Du kein Einkammen haben solltest ...

"Neben der Krankenversicherung sollte man die Altersvorsorge nicht vergessen. Und das ist mindestens nochmal ein genauso schwieriges Thema. Die Gesetzliche Rentenversicherung ist eigentlich auch hier wieder viel zu teuer und schüttet am Ende viel zu wenig aus. Nur muss man hier als Freiberufler aufpassen, manche sind rentenversicherungspflichtig. Stichwort: Scheinselbständigkeit und eben die Künstler, die eigentlich in die KSK müssen. Bestimmte Berufe, wie zum Beispiel freiberufliche Dozenten, sind ebenfalls verpflichtet in die Gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Komisches System."

Dito
IMM ist offline  
Alt 08.09.2010   #8

Freelancer

 
Benutzerbild von DigitalCoreGraphics
 
Mitglied seit: 26.01.2008
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Haaach... Ja... Das ist wirklich ein "Ekelthema".

Ich geb' mal mein persönliches Beispiel, damit man einmal einen EIndruck bekommt, wie es laufen kann, wenn man sich nicht ausreichend informiert und lediglich auf Banken und Berater vetraut - auch dann, wenn man den- oder diejenige besser kennt...

Am Anfang meiner Selbständigkeit habe ich mich gesetzlich weiterversichert - Das schien mir Eingehend die beste Lösung.
War es auch - bis zu dem Punkt, wo der Umsatz anstieg und die Krankenkasse (in meinem Fall die AOK) den Maximalbetrag von knapp 600 EUR pro Monat forderte.

Eine Rückzahlung von Beiträgen - wie in der PKV üblich (~3 Monate) wurde lediglich für 200 EUR angeboten, wenn in dem Versicherungsjahr KEINE Leistungen beansprucht wurden.

Ich möchte hinzufügen:
Ich habe mit dem Rauchen aufgehört (3 Jahre), trinke nicht und treibe Sport!

Also in die Private. Zuerst die R&V.
Hier war ich ansich sehr zufrieden - bis auf einen "Zwischenfall" bei einer Abrechnung eines Arztes. Was wiederum mir Anzulasten ist, da man nie auslernt:

1. Tatsache ist: Man kann als privat Versicherter mit den Ärzten verhandeln und sollte wissen, wie die Multiplikatoren der Sätze auf der Rechnung funktionieren - Manche nehmen es da nicht so genau...
Hier kann man dann rein kaufmännisch diskutieren und auf die Rechnung einwirken - sogar umschreiben lassen, damit es bei der PKV "besser durchgeht".

2. Das ist legal - es wird hier nichts unterschlagen.
Der Hintergrund: Manch ein lapidar hingeschriebener "Tinitus" kann bei der PKV schnell als "chronische Beschwerde" ausgelegt werden und wird nicht übernommen, weil dies ja bei Vertragsabschluss nicht angegeben wurde...
Also: Vorsichtig sein und mit dem Arzt sprechen!

Weg von der R&V bin ich zu dem Zeitpunkt, als mir die Bank mit dem "S" im Logo - anriet, doch mal die Sätze mit deren PKV zu vergleichen.

Vorgeschlagen - Getan.

Der größte Fehler - in wirklich jeder Hinsicht:
Erst war's günstiger - nur 8 Wochen später wurden die Beiträge um 23% (!!!) angehoben. Günstiger ging es hier anfangs nur, weil diese Angleichung der Sätze hinausgezögert und so auf "Kundenfang" gegangen wurde. Natürlich ist es möglich in so einem Fall sofort zu kündigen - oder eben den Selbstbehalt (also das, was man im Jahr selbst übernimmt - bei mir 1200 EUR) zu erhöhen, um in andere Beiträge zu kommen...

Resultat: In diesem Fall habe ich den Fehler gemacht und NICHT mit der alten PKV (also der R&V) verglichen und stehe nun bis Ende 2011 in diesem Vertrag, da der 24 Monate läuft.

Denn: Mit der alten PKV wäre ich wesentlich günstiger weggekommen - trotz erhöhter Sätze - und hätte die 3 Monate Rückzahlung der Beiträge fest zugesagt bekommen. Stattdessen macht es die aktuelle PKV von der "Kapitalmarktsituation" abhängig.

Ich wiederhole es nochmal: Ich bin hier selbst schuld! Blind demjenigen zu vertrauen, der einem da was verkaufen will, ist falsch!
Aber gerade beim Thema Gesundheit (es ging doch hier darum, oder?) sind wir komplett ahnungslos, überfordert und legen unser Geld genau in die Hände, die eben dies ausnutzen...



Fazit:

Lasst euch bitte nicht NUR von Beratern beraten. Ruft bei den PKV's direkt an. Fragt nach Rückzahlungen und ob diese an den Gewinnen des Unternehmens am Kapitalmarkt gekoppelt sind - oder grundsätzlich 3 Monate ausgezahlt werden. Ihr müsst da aktiv werden - Es gibt kaum Berater, die euch ehrlich sagen werden, wie bei dem jeweiligen Unternehmen gespielt wird.

Zusätzlich: Ob die den Altersausgleich schon mitberechnen UND ob dieser ausgezahlt werden kann! Es ist nämlich bei manchen möglich, einen gewissen Betrag zusätzlich einzuzahlen und sich diesen, bei einem WECHSEL in eine andere PKV wieder auszahlen zu lassen, um diesen zusätzlich angesparten ALTERSAUSGLEICH bei der neuen PKV einzuzahlen - schliesslich arbeiten die ja mit UNSEREM Geld...

Hab' ich was vergessen? Ach - ja:

Rente? In 30 Jahren? Also, da kannst' auch fragen, wie das Wetter in 30 Jahren wird...

Ihr müsst eigene Rücklagen bilden - Auch für den Fall, dass mal 3-6 Monate nix reinkommt! Macht euch keine Illusionen: Maximal 6 Monate MUSS das zurückgelegte Geld reichen - und auch noch zusätzlich "für später" (wie man so schön sagt) angespart werden. Investiert intelligent und hinterfragt! Keine Risikofonds oder sowas! Alles, was mit 5% Rendite beworben wird ist nicht seriös - Glaubt bitte sowas nicht!

Ideal: Immobilie, mit mind. 20-30% Eigenkapital von der Gesamtsumme finanziert. Bitte keine 110% Geschichten. Das einzige, was im Moment noch sicher und rentabel erscheint ist tatsächlich das Eigenheim - In welcher Form auch immer - aber das ist wieder ein anderes Thema.
Ich schweife ab

Hält man sich an nichts von dem gilt: Turne bis zur Urne...

Ganz einfach...

Viele Grüße!
André
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